und ab hier ist diesmal wirklich schluss.

... oder ich weiß nicht, was noch mit mir passieren soll. ich. mein körper. sollte ich WIRKLICH einmal dick werden? pummelig? das war ich (nach normalen maßstäben) niemals richtig und das darf nie passieren, doch ich arbeite seit monaten aktiv darauf hin. eigentlich bin ich schon viel zu weich, mein bauch ist viel zu dick, wirkt immer so aufgebläht, meine oberschenkel.... und am schlimmsten, für mich: mein schultern wirken irgendwie pummelig, und ich hasse das mehr als alles andere. plumpe schultern sind was für kühe. und männer. und alte, schwabbelige, fettsüchtige schachteln. schöne schultern sind ein ganz besonderer teil meines wunsches, dünn zu sein. sie wirken ladylike, signalisieren zerbrechlichkeit am schnellsten, weil sie in der nähe des kopfes sind.
mein kopf auf zwei dicken kissen....? uargh. zum glück wird es ab jetzt nicht schlimmer, sondern besser.

 

eigentlich habe ich diesen blog ja mit dem hintergedanken gegründet, langsam wieder "die alte" zu werden, hier auch das thema essen zu berühren und so, aber in den letzten einträgen bin ich immer -scheinbar locker und nachsichtig- ausgewichen.

weg. weg. weg. weg. weg. weg.

WEG mit dem speck, bitte! ich kann mich nicht mehr im spiegel ansehen, ohne mich zu tiefst zu schämen.
BMI 19,3 oder so, ~57kg auf 1,72m, das hört sich so undramatisch an, aber das ist es nicht. ich habe nämlich kaum muskeln, die viel wiegen könnten, und auch leichte knochen (sag ich jetzt mal so) und daher kommt das ganze gewicht vom fett -.-

ich bin so widersprüchlich.... ich schäme mich, weiß, dass es aufhören muss, ekele mich vor mir selber und habe panik davor, die "aufwertsbewegung" nicht mehr stoppen zu können, andererseits sind all die ängste und vorwürfe vergessen, wenn ich wieder magisch vom kühlschrank angezogen werde!
als schwache ausrede denke ich mir manchmal "das ist doch normal..." aber was ist schon normal?
halb deutschland ist VIEL ZU FETT, will ich da AUCH SO "NORMAL" WIE DIE WERDEN?? nein, nein, nein, nein und nochmal nein, verdammt!
das geht nicht!

das will ich nicht. dünner zu werden, langsam zwar, aber stetig, das hat mir sowas wie halt, bestand und selbstvertrauen gegeben, und jedes kilo ab 50 oder so aufwärts gibt mir das gefühl, verwundbar zu sein.
abnehmen war wie ein kompesator für all meine schlechten gefühle, wie ein pflaster auf meiner unsicherheit. es hat mir in meinen augen wert gegeben. und stärke. ich war zwar teilweise unheimlich hart zu mir selbst, aber es hat sich gelohnt. außerdem kann ich gar nicht hart genug zu mir sein, ich verdiene es doch.

faules, fettes, hässliches stück.

wie diese worte wehtun. wie ich davor zurückschrecke, wie leicht es mir fällt, mich selbst zu demütigen. gut.

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von nun an werde ich wieder streng und gemein zu mir sein, ansonsten schaff ich den "wiedereinstieg" nicht.
jedoch reichts es, bei aller kontrolle, langsam anzufangen. so verachtenswert, wie ich mich im moment auch finde, aber wenn ich mir zu hohe anforderungen stelle, ist es wahrscheinlicher, dass ich aufgebe. wieder mal.

 

ich sollte ein paar grundlagen aufstellen und mir einen plan für morgen erarbeiten.

 

ok. grundlegende dinge.

-margarine nur im notfall, also wenn es ohne geschmacksverstärker nicht geht, und dann auch nur hauchdünn.
-keine kaffeesahne mehr. fettarme milch ist erlaubt, aber nur mit einem zähneknirschen. am besten schwarz trinken.
-von allen zur auswahl stehenden dingen nicht das nehmen, was am besten schmecken würde, sondern das, was die wenigsten kalorien hat.
-weniger als alle anderen, die am tisch sitzen, essen, aber länger dafür brauchen.
-wasser, wasser, wasser. angesichts meiner frierattacken wohl besser warmes. und es sättigt besser. (der erste gewöhnungshunger ist der schlimmste und tückischste. erstmal wieder den magen schrumpfen lassen)
-nach 17 uhr nichts mehr essen.
-kohlenhydrate sehr sparsam zu sich nehmen, am besten nur vormittags.
-MINDESTENS 40 sit-ups, 20 kniebeuge und einige minuten laufen pro tag. das sollte immer drin sein.
-aktuelles problem: bonbons wegschmeißen. der pure zucker -.-
- mama anbetteln, wieder weniger süßkram und mehr obst& gemüse zu kaufen. es sollte immer eine grundausrüstung von wassergurken, sauren gurken, möhren und paprika da sein. ich brauche gemüsebrühe, das hühnerzeugs schmeckt nicht. ich will mal fenchel essen. kohlrabi wär mal wieder ganz gut. chicorée, kopfsalat, rucola.
-vorrat an kaugummies!!!!
-jede mahlzeit planen und protokollieren, abweichungen bestrafen
-keine säfte, keinen gesüßten tee etc. ist klar
-kein weißmehl
-gegen fressattacken ankämpfen, sie auf KEINEN FALL mehr tolerieren, auch nicht, mit der ausrede, zu kotzen. nichts mehr verschwenden.
-kein schweinefleisch oder sowas.... naja, das könnte man ewig weiterführen, fazit: auf fett, kalorien und zucker achten.

 

 

jetzt der plan für morgen.
um 7.00 uhr aufstehen, wiegen, anziehen, hund schnappen, raus gehen. dann in den wald und mit 10-15min joggen anfangen (langsam steigern), rest laufen, halt zügig. wenn ich wieder reinkomme, sagen wir 7.30-45 uhr, wird der hund gefüttert, die küche aufgeräumt und geduscht (kalt/warm). wenn ich damit fertig bin, das bad aufräumen und anfangen, frühstück zu machen. für die anderen. weil ich sag, dass ich schon gegessen hab.
statt dessen nehme ich mir eine banane und eine reiswaffel mit ins zimmer. und einen großen kaffee, vielleicht sogar eine kleine kanne.
wie es mit mittagessen aussieht, weiß ich nicht, da wir nachmittags zum geburtstag einer tante fahren. ich hoffe, wir lassen es ausfallen. ich weiß aber nicht, wie es um diese zeit mit meinem hunger und der selbstbeherrschung steht, also entweder einen teller (aber kleine portion) von dem, was es dann zum mittag gibt (wenn es was gibt) oder, je nach hunger, nichts oder 1-2 reiswaffeln, etwas obst oder so.

und je nach dem, was ich zum mittag gegessen hab, läuft es dann auch auf dem geburtstag.
kaffee nur schwarz, ist klar. was kuchen angeht, ein stück genehmigen, aber nicht von der fettigsten sorte.
beim abendbrot muss ich aufpassen, nicht zu baguette zu greifen, wie es sonst meine angewohnheit ist. trockenes brot wirkt zwar verzichtend, ist es aber nicht.... kohlenhydrate blabla... muss ich mich selbst dran erinnern. am besten, ich halte mich an die salate und an das gemüse. wenn einer meiner verwandten wieder meckert oder mich mit meinen essgewohnheiten aufzieht, muss ich halt zu etwas unverfänglichem greifen. es reicht schon, wenn ich nicht ins schlemmen gerate.

 

 

 

 

ich hasse mich so sehr, ich muss wieder loslegen.


 

29.10.08 21:57
 


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